Alarmanlagen Test 2016 – Testsieger im Vergleich

Ein kurzes Klirren einer eingeschlagenen Scheibe, eine geschickte Bewegung mit einem Schraubendreher – und schon sind geübte Einbrecher im Haus, in der Wohnung, im Keller und in der Garage. Besonders in der Dämmerung und in der Urlaubszeit sind Einbrecher laut Studien vermehrt unterwegs.

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Alarmanlagen Testsieger 2016

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Warum eine Alarmanlage einbauen?

Alarmanlagen haben immer Saison. Sie schützen vor Einbrechern, Bränden und mit sinnvollen Sensoren zur Ergänzung auch vor Wasserschäden. Sie sind ein sinnvoller Beitrag zum mechanischen Einbruchsschutz. In ganz Deutschland fanden 2014 ganze 150.000 Wohnungseinbrüche statt. Das sind so viele nie zuvor in den vergangenen 16 Jahren und die Tendenz ist weiter steigend. Die Aufklärungsquote für Wohnungseinbrüche liegt bei rund 15 Prozent.

Was Betroffenen bleibt, ist ein mulmiges Gefühl, da die Täter nicht nur wertvolle Gegenstände und Bargeld haben mitgehen lassen, sondern auch die Intimsphäre verletzten. Hier hilft nur der Selbstschutz, bevor das Schlimmste eintritt – der Einbau einer Alarmanlage.

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Neben teuren Produkten mit professioneller Wartung und monatlichen Gebühren gibt es auch preiswertere Modelle zum Selbsteinbau. Mit dem Preis steigen immer die Ausstattung und die Möglichkeiten, mehr Sicherheit durch eine Alarmanlage zu erreichen. Doch auch günstige Modelle sind oft eine Alternative und punkten mit mehr Zubehör im Lieferumfang.

Was bringt ein Alarmanlagen Test?

Wenn Sie die Möglichkeit zum Kauf einer Alarmanlage in Betracht ziehen, dann können Sie hier verschiedene Alarmanlagen ohne aufwendige Suche im Internet vergleichen und nach dem optimalen Einbruchsschutz für Ihr Objekt suchen. Sie finden Alarmanlagen für unterschiedliche Budgets, denn die Preisspanne für Alarmanlagen reicht von wenigen hundert Euro bis zum mehreren tausend Euro.

Der Test erleichtert Ihnen die Auswahl, denn wir haben Lob und Kritik von Nutzern mit einfließen lassen. Der Alarmanalgen Test bieten einen Überblick über beliebte Modelle am Markt und informiert vor allem über die unterschiedliche Ausstattung. Teure Alarmanlagen sind nicht unbedingt die Besten. Auch günstige Modelle schnitten bei uns sehr gut ab. Suchen Sie sich hier Ihren Favoriten aus unserem Alarmanlagen Test.

Arbeitsweise von Alarmanlagen

Bei den Alarmanlagen für Zuhause müssen Sie zwischen kabelgebundenen Alarmanlagen und Funk-Alarmanlagen unterscheiden. Da die Verlegung von Kabeln im Wohnambiente oft als störend empfunden wird, haben wir im Test nur Funk-Alarmanlagen erprobt. Diese werden nicht für gewerbliche Objekte empfohlen, denn bei gewerblichen Gebäuden und Einrichtungen sind die Anforderungen an eine Einbruchmeldeanlage viel höher als im privaten Bereich.

alarmanlage-test

Funk-Alarmanlagen werden mit einem Telefon, üblicherweise mit einer SIM-Card oder einem Nebenstellenanschluss, gekoppelt. Wird ein Alarm ausgelöst, dann erhalten zuvor in der Basis hinterlegte Telefonnummern eine Nachricht. Wahlweise lässt sich eine Innen- oder Außensirene oder Lichtsignalgeber dazu schalten.

Alarmanlagen bestehen aus einer Basisstation, die mit den Sensoren an Türen und Fenstern sowie den Bewegungsmeldern, die an der Decke montiert werden, vernetzt wird. Wie viele Sensoren sich mit der Basisstation verbinden lassen, dass ist ganz unterschiedlich. Genaue Angaben dazu finden Sie in unserem Alarmanlagen Test.

Registriert ein Sensor das Öffnen einer Tür oder eines Fensters oder auch eine Bewegung im Raum, dann leitet er ein Signal an die Basisstation weiter. Diese schaltet eine Sirene als akustischen oder ein Blinklicht als optischen Alarm ein. Zusätzlich wird die Alarmmeldung telefonisch oder per Push-Nachricht an eine mobile App übertragen. Sollten Sie im Urlaub sein, können Sie einfach die Telefonnummer Ihres Nachbarn oder eines guten Bekannten in der Alarmanlagen-Zentrale hinterlegen.

Als Alternative kann ein stiller Alarm, zum Beispiel über eine SMS, ausgelöst werden. Dann besteht für die Polizei die Möglichkeit, den Einbrecher noch vor Ort zu überraschen.

Funk-Alarmanlagen mit der Sendefrequenz von 433 MHz sind preislich günstiger als Funk-Alarmanlagen, welche über die Sicherheitsfrequenz von 868 GHz senden. Diese ist weniger störanfällig und beeinträchtigt ein anderes Funknetz, zum Beispiel von einem Babyphone, nicht. Dafür hat die 433 MHZ Frequenz eine höhere Reichweite, was die Anlagen kompatibel für mehrstöckige Häuser macht.

Die Sendestärke wird von Dämmaterialien und Beton beeinflusst. Optional kann ein günstig platzierter Repeater, ein Verstärker für Funkfrequenzen, die Sendeleistung erhöhen.

Funk-Alarmanlagen

Die einzelnen Sensoren sind mit Batterien bestückt. Hochwertige Alarmanlagen zeigen den Ausfall eines Sensors an oder warnen, wenn die Batterie zu schwach wird. Besitzen die Sensoren kein LED-Licht zur Kontrolle, dann muss die Funktionsweise regelmäßig manuell per Sichtkontrolle oder über ein Testprogramm der Steuereinheit nachgeprüft werden. Die Steuereinheit ist vom Batteriewechsel nicht betroffen. Sie wird mit einem Netzteil an den Stromkreis angeschlossen und besitzt zusätzlich einen Akku, der bei Stromausfall zum Einsatz kommt.

In Gegenden mit schlechtem Mobilfunknetz sind auch Funk-Alarmanlagen von der schlechten Netzqualität betroffen, denn die Alarmanlage benötigt genau wie ein Handy oder ein Smartphone eine SIM-Karte um die Alarmmeldungen z.B. per SMS oder Anruf zu melden – dies trifft nicht auf alle Modelle zu. Vor dem Kauf sollten Sie also überlegen, ob Sie sich lieber ein Alarmsystem mit kabelgebundenem Nebenstellenanschluss zulegen. Zudem sollten Sie sich rechtzeitig über den Erwerb einer Prepaid-SIM-Karte Gedanken machen.

So genannte GSM-Alarmanlagen melden den Alarm nicht nur an die verbundene Außensirene, sie informieren zusätzlich per SMS oder Anruf. Alarmsysteme mit Nebenstellen-Anschluss werden per Telefonkabel mit einer Telefonbuchse verbunden. Systeme mit SIM-Karten benötigen eine klassische SIM-Karte und ausreichenden Empfang zum Netzbetreiber um über Alarme informieren zu können.

Leistungs-/Lieferumfang

Einige Modelle lassen sich nicht nur an der Basis und den mitgelieferten Fernbedienungen steuern. Mit Smart Home oder Connect Home und einer App kann die Aktivierung oder die Deaktivierung aus dem Urlaub, von der Arbeit oder auch von fernen Ländern aus erfolgen. Durch eine Mithör-Funktion sind Sie akustisch immer auf dem neusten Stand, wenn gerade Zuhause etwas passiert.

Die Sensoren erhalten bei der ersten Verbindung mit der Basisstation eine Nummer. Wird ein Alarm ausgelöst, dann zeigt das Display der Steuereinheit die Nummer des betroffenen Sensors an. Durch die unterschiedlichen Signaltöne mancher Alarmanlagen lässt sich heraushören, um welchen Alarm es sich handelt. Einige Modelle erlauben für jeden Sensor das Einsprechen einer individuellen Alarm-Ansage, welche bei einem Alarm automatisch per Sprachnachricht (Anruf / Push-Nachricht) an Sie übermittelt wird.

Durch den Einsatz vieler Sensoren lassen sich verschiedene Sicherheitszonen einteilen. So können Sie einzelne Zimmer oder Nebengebäude extra absichern. Zusätzlich können Sie oftmals eine IP-Kamera, eine Außensirene oder einen Glasbruchmelder installieren.

Wahlweise lassen sich nur Innenräume, nur Außenanlagen oder beides kombiniert überwachen. Während Alarmanlagen-Sets meistens für eine Überwachungsaufgabe spezialisiert sind, kann mit dem Zulauf weiterer Komponenten das Aufgabenspektrum der Alarmanlage erweitert werden.

Eine Sirene ist rund 100 Dezibel laut. Damit sich die Nachbarn nicht gestört fühlen, sollten Sie häufige Fehlalarme vermeiden. Falls Sie Haustiere in Ihrem Haushalt haben, sollten Sie beim Kauf der Alarmanlage darauf achten, dass die Bewegungsmelder „tierresistent“ sind, damit nicht bei jeder kleinen Bewegung der Alarm ertönt.

Der Einbau

Handelsübliche Funk-Alarmanlagen sind oft ganz einfach in Betrieb zu nehmen. Von Vorteil ist es, wenn die im Lieferumfang befindlichen Sensoren schon werksseitig mit der Alarmanlage verbunden sind. Die einzelnen Sensoren werden an einbruchsrelevanten Stellen angebracht. Dazu zählen:

  • Eingangstüren
  • Balkon- und Terrassentüren
  • Fenster, inklusive Dachfenster
  • Kellerschächte

Aber auch wertvolle Gemälde und Tresore sollten mit einem Alarmmelder versehen werden. Sie können beispielweise hinter dem Bilderrahmen einen Tür-/Fensterkontakt anbringen. Sobald das Gemälde von der Wand genommen wird, werden die beiden Magnetkontakte getrennt und der Alarm ausgelöst.

Arten von Alarmmeldern

Tür- und Fensterkontakte sind so genannte Öffnungsmelder. Sie sind mit zwei Magneten ausgestattet. Verändert sich der Abstand zwischen den beiden Magneten, dann sendet der Öffnungsmelder einen Alarm.
Glasbruchmelder unterscheiden sich in zwei Arten. Eine Art registriert die Erschütterungen, die beim Bruch einer Glasscheibe entstehen, die andere Art empfängt die akustischen Signale bei Glasbruch und löst einen Alarm aus.
Bewegungsmelder arbeiten mit elektromagnetischen Wellen, Infrarot oder Ultraschall. Bei Funk-Alarmanlagen kommen häufig Infrarot-Bewegungsmelder (IR) zum Einsatz. Dieser erkennt eine Wärmequelle, die in den Überwachungsbereich tritt und löst Alarm aus. Dabei unterscheidet der IR-Melder zwischen Sonneneinstrahlung und einer sich bewegenden Wärmequelle. Bewegungsmelder müssen so platziert werden, dass sie nicht kriechend unterwandert werden können.
Rauchmelder sind mit einer Fotozelle ausgestattet. Sie misst die Lichtstärke des einfallenden Lichtes. Minimiert sich die Lichtstärke, dann wird ein Alarm ausgelöst.
Achten Sie bei der Montage der Bewegungsmelder unbedingt auf eine gute Position. Meist eignen sich die Ecken eines Raumen, um ein möglichst breites Überwachungsfeld zu haben. Zudem sollte es nicht möglich sein, den Bewegungsmelder durch z.B. kriechen zu umgehen. Um Fehlalarme zu vermeiden, bieten einige Hersteller tierresistente Bewegungsmelder an.

Was ist eine Scharfschaltung?

Nur eine scharfgeschaltete Alarmanlage löst einen Alarm aus. Die Aktivierung kann vom Steuergerät aus oder mit der Fernbedienung erfolgen (bei modernen Geräten auch per mobiler Smartphone-App). Oft ist eine Zeitverzögerung eingebaut, damit Sie nach der Scharfschaltung das Haus, ohne einen Alarm auszulösen, verlassen können.

einbruchmelder

Der „Schlüssel“ zum Scharfschalten und auch zum Deaktivieren ist ein mehrstelliger numerischer Code, der über die integrierte Tastatur eingegeben wird. Alle Alarme werden im Speicher der Basiseinheit gespeichert und sind über einen definierten Zeitraum abrufbar.

Ein Großteil aller Fehlalarme ist auf menschliche Fehler zurückzuführen und geht nicht von der Alarmanlage aus. So wird der gesicherte Bereich oft betreten, ohne das die Alarmanlage zuvor deaktiviert wurde.

Das Handbuch

Im Handbuch wird die Einrichtung der Alarmanlage ausführliche erklärt und mit Zeichnungen oder Bildern untermauert. Bei Alarmanlagen mit vielen Funktionen kann das Handbuch über 100 Seiten haben. Einige Modelle leiteten im Test mit einer Computerstimme durch die Installation. Das war sehr hilfreich. Ein Handbuch in deutscher Sprache ist die Voraussetzung für die Bedienung und Wartung der Anlage.

Supportmöglichkeiten

alarmanlagen-supportWenn das Handbuch nicht ausreicht, sollte immer ein Fachmann erreichbar sein. Ein hochtechnisiertes Produkt wie eine Alarmanlage erfordert von Zeit zu Zeit ein Update oder eine Fachkraft, die sich bei Störungen auskennt. Besonders wenn Sie technisch nicht so versiert sind, können Sie von einem gut erreichbaren Support schon bei der Installation der Alarmanlage profitieren.

Ein wichtiges Kaufkriterium sollte deshalb die Erreichbarkeit des Kundendienstes sein. Ist die Fachkraft telefonisch erreichbar und zu welchen Zeiten ist der Service besetzt? Werde ich zurückgerufen oder ist der Kontakt nur per E-Mail oder auf der Homepage des Herstellers möglich? Im Test der Alarmanlagen finden Sie Hinweise auf die Erreichbarkeit des technischen Supports.

Fragen vor dem Kauf

  • Was für eine Alarmanlage brauche ich?
  • Schreibt meine Versicherung eine bestimmte Alarmanlage vor?
  • Wie groß ist der Bereich, der überwacht werden soll?
  • Sollen Innenräume, Außenräume oder beides überwacht werden?
  • Wie möchte ich die Anlage bedienen?
  • Welche Überwachungsfunktionen sind wichtig?
  • Wie viel Geld möchte ich ausgeben?
  • Wie teuer ist das nachkaufbare Zubehör?

Alarmanlagen im Video

Wenn man mit dem Gedanken spielt, eine Alarmanlage zu installieren, sollte man einige Punkte beachten. Auf was Sie genau achten müssen, wird in dem folgenden Video erklärt.

Sind die Alarmanlagen vor Einbrechern sicher?

Die zentrale Steuereinheit der Alarmanlage sollte nicht unbedingt neben der Eingangstür angebracht werden. Einbrecher könnten die Steuereinheit einfach von der Wand reißen oder die Stromkabel kappen. Auch wenn viele Alarmsysteme über einen Sabotage-Schutz verfügen, sollten Sie nichts dem Zufall überlassen. Suchen Sie sich für Ihre Alarmanlage einen sicheren Platz in der Waschküche oder im ersten Stock, der nicht so leicht erreichbar ist. Dann sind Fernbedienungen und eine zeitverzögerte Scharfstellung ein Gewinn, wenn Sie das Haus verlassen wollen.